Juni 27th, 2008

gefunden in Wiesbaden, im Mai 2008
Worin besteht der Sinn des Lebens? Darüber haben sich über Jahrhunderte hinweg die Philosophen den Kopf zerbrochen, und auch ich habe den einen oder anderen Gedanken daran verschwendet. Allerdings ohne auch nur annähernd zu einem gescheiten Ergebnis zu kommen.
Vielleicht hätte ich einmal Read the rest of this entry »
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Juni 26th, 2008
Jedesmal kriege ich Pickel, wenn ich einer Talkshow zum Thema à la Profit statt Arbeit - Wie gerecht ist Deutschland? zuschaue. Schlimm wird es besonders dann, wenn einer von der roten oder der orangen Partei dabei ist. Es dauert keine drei Minuten und Moralität und Ökonomie mixen sich sprachlich: dann ist von überzogener Rendite die Rede, da wird ein gerechter Lohn gefordert oder ein fairer Handel angemahnt.
Obwohl die Moralphilosophie eine Wurzel der Ökonomie war, ist Gerechtigkeit keine ökonomische Kategorie. Das mag man beklagen Read the rest of this entry »
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Juni 25th, 2008

So mit Mitte 20 habe ich zum ersten Mal eine dieser wilden Reportagen von Hunter S. Thompson gelesen. Wenn ich mich recht erinnere, war es eine Geschichte über Ernest Hemingway und über seinen letzten Wohnort Ketchum in den Bergen Idahos.
Nicht nur das Thema hat mich elektrisiert, sondern auch die Art und Weise, wie dieser junge Autor seine Reportage stilistisch anpackte. Das war mehr als merkwürdig, das war eigenartig und seltsam, das war so ganz anders, als das, was ich bisher von Journalisten gelesen hatte.
Später las ich Hunter S. Thompson häufiger. Stets ignorierte der Mann Read the rest of this entry »
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Juni 24th, 2008
Auf, auf, liebe Ferienkinder, heute gehen wir mit Mama und Papa zum Seehunds-Looking zu den Sandbänken der rauen Nordsee. So fordert uns jedenfalls die drollige Überschrift einer Anzeige im Sommerprospekt 2008 der Sylter Verkehrsgesellschaft auf.
Also dann: Let’s look Seehunde! Dann gehen wir mal lookie lookie machen an der deutschen Waterkant.
Nur dumm, liebe Kinder und liebe Eltern, dass dieses Denglish ein ausgesprochener Nonsense ist. Korrekt nennt sich Read the rest of this entry »
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Juni 23rd, 2008
Das Lied vom Moon River schrieb il maestro Henri Mancini. Übrigens kennt diesen italo-amerikanischen Komponisten wohl jedes Kind, weil einer seiner Songs ein jeder Dreikäsehoch mitsummen kann. Pink Panther. Die Titelmelodie vom rosaroten Panther.
Moon River ist ein sehr romantisches Lied. Zuerst wird dies die Filmmusik zu einer recht verrückten Hollywood-Komödie. Breakfast at Tiffany’s. Wir befinden uns im Jahr 1961. Truman Capote hat das Drehbuch gefertigt und Audrey Hepburn macht große Rehaugen. Ein konfuser George Peppard dackelt der jungen, schlanken Hepburn hinterher. Regie führt der Spassvogel Blake Edwards.
Die Lyrics sind von Johnny Mercer. Mancini & Mercer erhalten Read the rest of this entry »
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Juni 22nd, 2008

Buenos Aires, im Januar 1988
Zu dieser Stadt passt, dass sie die wohl schönsten Friedhöfe der Welt besitzt. Und die Friedhöfe von Buenos Aires sind nicht verschämt versteckte Plätze des Verdrängten oder feine, gepflegte Gartenanlagen, sondern riesige Areale mit breiten Wegen, durch die auch Autos fahren können.
Die wuchtigen Grüfte und die ziselierten weißen Grabfiguren lassen sich auf ausgedehnten Spaziergängen erkunden, so wie man andern Ortes eine Fußgängerzone entlang bummelt Read the rest of this entry »
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Juni 20th, 2008
Heute das Auto betankt. Der Liter zu 1,56 Euro. Die Inflation rennt. Insbesondere bei Benzin, Energie und Lebensmitteln. Man spürt es jeden Tag im Portemonnaie. Offiziell liegt die Inflation etwas über 3 Prozent. Gefühlt bei 8 Prozent.
Machen wir uns nichts vor: Die goldenen Zeiten mit niedrigen oder sinkenden Inflationsraten sind vorerst vorbei. Denn gegen die Inflation dieser Tage ist kein Kraut gewachsen. Sie entzieht sich Read the rest of this entry »
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Juni 19th, 2008
gefunden in Wiesbaden, im Mai 2008
Ein Firmenschild kostet eine Menge Schotter und, möchte man glauben, sollte nicht zuletzt deshalb auch gut zu lesen sein. Eine saubere, klare Schrifttype, ein Buchstabe nach dem anderen, die dann im Idealfall ein Wort ergeben. Ein Wort, dem wir dann auch eine Bedeutung beimessen.
Hier eine Probe aufs Exempel. Wie nennt sich dieser Laden hier Read the rest of this entry »
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Juni 18th, 2008
Im November 1982 besuche ich Teddy Stauffer in Mexico, in seiner neuen Heimat, und der berühmte Orchesterchef erzählt aus seinem bewegten Leben.
Teddy Stauffer und seine Original Teddies, damals Deutschlands bekannteste Swing-Band, befinden sich im Berlin der 30er Jahre auf dem Höhepunkt ihres Ruhms. Als Schweizer und wegen der Olympischen Spiele hat man ihn gewähren lassen, doch nach 1936 nimmt die Pression zu. Die Nazis hassen die synkopierte Musik aus Amerika, seit 1935 darf Jazz nicht mehr im deutschen Rundfunk gespielt werden und nun werden auch öffentliche Auftritte schwieriger.
Der 73-Jährige führt mich auf die Veranda seiner Turmvilla in Acapulco Read the rest of this entry »
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Juni 17th, 2008
Der New Journalism ist so etwas wie die Kulturrevolution des Schreibens. Subjektivität statt Objektivität, Nähe statt Distanz. Rrrumms statt Analyse. Die neue Reportage hat dann nur noch wenig von der vermeintlichen Sachlichkeit des traditionellen Journalismus.
Diese neue Art des Schreibens wird von der Beat Generation, vor allem von Jack Kerouac, beeinflußt. Der Kerl konnte Sätze schreiben Read the rest of this entry »
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