Kategorie-Archiv: Zeitungen

Google und die Verleger

Suchmaschine search engine Google Adwords Adsense Califonia Kalifornien google-mountain-view.jpgGut 60 Prozent der Besucher dieses Blogs kommen über die Suchmaschinen von Google.

Wenn Sie im Suchfeld zum Beispiel den Namen Hemingway eingeben und Fossalta (der Ort, wo Ernest Hemingway im Ersten Weltkrieg schwer verwundet wurde), dann schauen Sie einmal, was die Websuche bei Google und auch die Bild-Suche ergeben.

Ohne Google wäre STOCKPUNKT.com ein Nichts, ein Vogelschiss in der weiten digitalen Landschaft. Positiv formuliert: Ein kleiner, unbedeutender Blogger kann mittels Google – ganz ohne Geld und Einfluss – seine Rolle im Web finden.

Google bringt Traffic. Dafür sollten wir der Firma aus Mountain View dankbar sein. Das müsste eigentlich auch für Weiterlesen

Vom langsamen Exitus des Journalismus

Immer wenn es im Hotel, an der Grenze oder sonst wo die Berufsbezeichnung einzutragen gilt, schreibe ich kurz – wie schon seit 35 Jahren – Journalist. Aber dieser, so meint die NYT, sei eine aussterbende Spezies, als Berufsstand dem sicheren Tode geweiht. Ihn ereile – oh Graus – das gleiche Schicksal wie dem Stahlkocher in den 70er Jahren. Starker Tobak!

Dieser Kommentar der New York Times, des intellektuellen Eliteblattes der amerikanischen Ostküste, ist ein Schlag in die Magengrube eines jeden Journalisten. Das tut weh, nicht nur in den USA.

Der Journalist, überrollt von Weiterlesen

iPad: Der Tod des Verlegers

apple-ipad-tablet computer und die verleger mac iPod wireless vodafone T-mobile Damit wir uns nicht missverstehen: Ich finde Apples neuen Tablet-Computer einsame Spitze. Revolutionär. Dieser Mix aus iPhone und Laptop wird die Welt verändern.

Und ich werde mir das iPad sofort kaufen. Mit Begeisterung. Die Vision dieses Produktes mag ich, sie entspricht meiner Lebenswirklichkeit: mobil, überall, jederzeit.

Das Ding wird den Medienkonsum verändern: Nachrichten, Filme, Bücher, Zeitschriften – alles sofort auf Knopfdruck, schnell, unkompliziert. Einfach großartig!

Als Verleger von Zeitschriften jedoch plagt mich der Alptraum. Wenn manche Kollegen meinen, hier komme die Rettung des Verlegens, dann könnte sich dies als Trugschluss herausstellen. Vielleicht kommt hier der Tod des Verlegens. Des traditionellen Verlegers jedenfalls mit Sicherheit.

Denn im Unterschied zum klassischen Abomodell sehe ich für Verlage einige fürchterliche Gefahren:

1. Der Verleger gibt Weiterlesen

Dick & Doof

Die gelungenste Paarung der Filmgeschichte bleibt für mich Stan Laurel und Oliver Hardy. Das Klamauk-Duo Dick & Doof, Clever & Dürr, Listig & Tolpatschig.

Das waren zwei Typen, die sich einprägten, markante Temperamente, denen man auch nach Jahrzehnten mit Freunde zusieht. Stan & Olli, keine wohlgeformte Allerweltskerle, sondern Knautschgesichter, die Geschichten erzählen. Originalität als Erfolgsformel.

Heute bleibt Originalität weitgehend unerwünscht. In der Weiterlesen

Die Banken stehen hinter uns!

Wer in der Vergangenheit seine Expansion auf Kredit finanziert hat, der schaut nun dumm drein. Wer Wachstum um jeden Preis und dann noch auf Pump wollte, der handelte fahrlässig.

Man ernähre sich lieber redlich auf seiner angestammten Scholle, als mit leerem Beutel die Welt erobern zu wollen. Die Banken langen nach Basel II und geplatzten Krediten kräftig zu. Seit Ausbruch der Weltwirtschaftskrise, die als Bankenkrise im Oktober 2008 begann, wird die Kreditvergabe sehr viel restriktiver gehandhabt.

Die Banken arbeiten schon seit langem an standardisierten Ratings ihrer Geschäftskunden. Und neben der Abfrage der üblichen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen können dann solch scheinbar harmlose Fragen gestellt werden wie Weiterlesen

Fotokiste: Erwin Huber

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München, den 23. Oktober 2003

Als ich vor über 15 Jahren aus dem Rheinland nach Bayern zog, da hatte ich auch meine Vorurteile im Koffer. Eines dieser Vorurteile lautete: Die CSU, das wäre doch ein ziemlich bornierter Haufen meist alkoholisierter Ewig-Gestriger. So jedenfalls hatten uns das die SPD und der WDR jahrelang gesagt.

Weit gefehlt. Die Wahrheit vor Ort sah dann doch ein wenig anders aus.

Über die Jahre kam ich ins Gespräch mit Weiterlesen

Gefühl statt Produkt

Der Mensch kauft nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Bauch. Der Konsument dürstet nach Emotion, die sein Alltag oft nicht bietet.

In diese Emotionslücke springen Konsumanbieter und Werbung. Überall, wo für austauschbare Produkte wie Autos, Uhren oder Versicherungen geworben wird, läuft diese emotionale Kiste ab.

Zurecht, denn Kaufentscheidungen fallen heute immer emotional, fast nie rational, wie uns manche Betriebswirte weismachen wollen. Ein Kunde kauft keine Versicherung, er kauft Weiterlesen