Archive for the ‘Zeitungen’ Category

Online den Onlinern

Dienstag, April 15th, 2008

Hitzig wird in der Medienbranche diskutiert, ob die Verantwortlichkeit für Print und Online in einer Hand liegen solle. Ob beispielsweise der Chefredakteur einer Zeitung zugleich auch der Chefredakteur des Online-Auftrittes dieser Zeitung sein soll.

Meine Haltung zu dieser Kontroverse ist eindeutig: (more…)

Preiswert oder billig?

Donnerstag, Januar 24th, 2008

Ihre Zeitschriften sind aber teuer, so höre ich ab und an einen Kunden klagen. Dann pflege ich gut gelaunt zu antworten: Ja, das stimmt, sie sind teuer. Aber gut! Mein Gegenüber schaut dann ganz reumütig und nickt schnell. Und ist mental dort, wo ich ihn eigentlich auch gerne haben möchte.

Wir wissen, Geiz ist seit langem (more…)

FTD - andante furioso

Mittwoch, Januar 16th, 2008

ftdausschnitt.gifDie Branchenpresse berichtet heute, dass die Hamburger Verlagsgruppe Gruner + Jahr die börsentägliche Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland, an der sie bisher 50 Prozent hielt, nun ganz übernehmen will.

Das rosa Blatt, ein Joint Venture der britischen Pearson-Gruppe und G+J, schreibt seit seiner Markteinführung im Jahr 2000 tiefrote Zahlen. Vom Leserzuspruch und von der inhaltlichen Qualität her kann (more…)

Die beste Zeitung

Donnerstag, Januar 3rd, 2008

Heute gilt es endlich einmal die Frage zu klären, welches denn die beste Zeitung deutscher Zunge ist. Nein, nicht die wirklich beste Zeitung wird hier gesucht, nicht jene mit den genauesten Nachrichten und den besten Reportagen, nicht das Blatt mit dem besten Kor­respondennetz und den edel­sten Federn.

Nein, heute suchen wir die beste Zeitung zum Prah­len und Protzen, das beste Blatt zum Angeben und Aufschneiden, jene Zeitung, mit der man als Mann bei - sagen wir mal - Verona Pooth (geborene Feldbusch, geschiedene Bohlen) am trefflichsten Eindruck schinden kann. Wir suchen, wenn man so will, die Rolex als Zeitung.

Also, welche Zeitung legt man - ganz unauffällig natürlich - auf den Rücksitz von Hummer oder Cayenne? Da macht sich doch - erster Vorschlag - die FAZ ganz gut. FAZ ist eigentlich immer gut. Dahinter steckt (more…)

Erfolgsrezept Periodisierung

Donnerstag, Dezember 6th, 2007

Sonntags Kaffeeklatsch bei Winfired Ruf und seiner charmanten Frau in Mering bei Augsburg. Ruf hat in den 80er Jahren den WEKA-Verlag aus Kissing zu nie gekannter Blüte geführt und ist seitdem als einer der wichtigen Konzeptionsstrategen in der Medienbranche unterwegs. Nach Kaffee und Kuchen, unsere Frauen haben sich zum Plausch zurückgezogen, hält es zwei alte mediale Ackergäule wie uns nicht ruhig an der Tafel.

Was denn so die Erfolgsrezepte für ein gutes Medienhaus seien? Wir beide werfen ein halbes Dutzend Kriterien in die Diskussion und bei einem Begriff, den Winfried Ruf erwähnt, sind wir beide elektrisiert: (more…)

dünne Zeitung

Sonntag, November 25th, 2007

Neulich am Zeitungskiosk: Die ältere Dame vor mir schnappt sich die Münchner „AZ“, befühlt sie skeptisch und meint zur Verkäuferin: „Die Zeitung ist ja so dünn heute, ist denn das richtig?“ (more…)

München

Sonntag, November 18th, 2007

Nicht Berlin, sondern München ist die Hauptstadt Deutschlands. Zumindest für Verleger. Langenscheidt, Droemer, Random House, Süddeutsche, Premiere, Pro7, Hanser, die wichtigen Literaturagenten – München ist Deutschlands Medienhauptstadt. Sapperlot, was ist denn dran an München, aus welchem Grund will halb Deutschland in der Bayernmetropole arbeiten?
Böse Zungen behaupten, die Tatsache, dass die meisten Verlage in München angesiedelt seien, habe einen einfachen Grund: In München gäbe es (more…)

McKinsey

Freitag, November 16th, 2007

In dem köstlichen Buch „Manager sind auch Menschen“ von Leo Brawand gibt es eine herrliche Karikatur von Wolf Erlbruch. Der gestresste Manager sitzt mit seiner Ehefrau im Flugzeug auf Wochenendtrip, will sich entspannen, und da meint (more…)

ZEIT zum Rausreißen

Samstag, November 3rd, 2007

Hier sei Benzin billiger als Mineralwasser, schreibt Hans Christoph Buch in seiner grandiosen Reportage über Venezuela und schildert, wo und wie der größenwahnsinnige Hugo Chávez mit seinen Petrodollars herumwirft. Dieses Meisterstück steht in der ZEIT dieser Woche, es ist der packende Zustandsbericht eines Landes zwischen Diktatur und Nepotismus über ganze fünf Seiten.

So wie es an Kaufhauskassen eine Abstimmung mit dem Portemonnaie gibt, so ist (more…)