Archiv der Kategorie: Zeitschriften

Konkurrent Internet?

Unsere Branche, die Zeitungs- und Zeitschriften-Industrie, so hat es bisweilen den Anschein, starrt auf das Internet wie das arme Kaninchen auf die Schlange. Spricht man mit einem bildungsbürgerlichen Zeitungsleser über das Internet, so hebt dieser zu einem herzzerreißenden Klagelied an: Die Kids lesen nicht mehr, statt dessen Laptop und blau. Facebook, stundenlang, aber kein Magazin, kein Buch.

Wehklagen allerorten, als ob das Ende der abendländischen Kultur unaufhaltsamen Schrittes herannähe. Nun ist ja Weiterlesen

STOCKPRESS.de

Es gibt einen jüngeren, hübschen Bruder dieser Website: STOCKPRESS.de. Notizen von unterwegs.

Das neue STOCKPRESS.de wird im Lay-out einer Online-Zeitung gestaltet. So erscheinen hier auch die eher journalistischen Stücke, die längeren Berichte, die Korrespondenzen aus Übersee, die literarische Spurensuche, die Reportagen.

Nun auch mit professioneller Einbindung von AdSense. Google sei Dank. Vergessen Sie deshalb nicht, sich auch die AdWords-Anzeigen anzuschauen.

Diese Website – STOCKPUNKT.com – konzentriert Weiterlesen

Newsweek wird verscherbelt

magazine shop newsstand Barnes & Noble buy newsweekobama.jpgWehmut kommt bei einer Nachricht dieser Tage auf: Das amerikanische Wochenmagazin Newsweek wird für einen symbolischen Dollar an einen Investor verkauft.

Dies empfinde ich deshalb als betrübliche Nachricht, weil Newsweek für eine ganze Generation von Journalisten das Vorzeigemedium schlechthin war. Newsweek, das zweitgrößte Nachrichtenmagazin der Welt und immer noch mit Millionenauflage, zeigte sich stets ein Stück schärfer, schneller und frischer als der Marktführer TIME, und als all die anderen sowieso.

Das Korrespondentennetz galt als vorbildlich, die Kolumnisten herausragend. Top-Journalisten schrieben in dem Blatt. Keiner konnte über die Diktatoren Osteuropas so anschaulich berichten wie der Pariser Bürochef Edward Behr, aber auch die Kulturfeatures von Behr waren einsame Klasse. Die Kolumnisten Lester Thurow, später der schnauzbärtige Robert Samuelson, brachten Wirtschaftsthemen populär auf den Punkt. Und am eloquenten, aber erzkonservativen Kolumnisten George F. Will konnte man sich wunderbar reiben.

All das ist nun Weiterlesen

Macht Botox dumm?

Chatter Kiosk MagazinSeit ein paar Tagen gibt es ein neues und neuartiges Klatschblatt in Deutschland. Es hört auf den hübschen Namen Chatter. Und dieses Chatter heißt auf Deutsch soviel wie schnattern oder plappern.

Das Neuartige: Chatter ist ein Zwitter aus Zeitung und Zeitschrift. Die 44 Seiten Magazin-Layout werden auf einfachem Zeitungspapier gedruckt.

Für einen halben Euro kann man ein Exemplar am Kiosk erwerben. Das Heft wird übrigens von dem feinen Burda Verlag herausgegeben.

Ob Botox dumm macht, wie Chatter fragt, müssen kompetentere als ich beantworten. Oder ob wir Männer die Frauen eher moppelig oder dürr mögen? Na ja, das sind so Fragen!

Generell als Anmerkung: Irgendwie kommt einem Chatter vor wie Weiterlesen

Ein Schlappohr will zurück

Magazin magazine newspaper venture New York stock exchange publisher publishing  bunny playboy-in-new-york.jpgFifth Avenue in Manhattan. Die vornehme Nummer 730. Playboy Enterprises. Eine tolle Adresse für ein Häschen.

In diesen Tagen in der Zeitung: Der 84-jährige Hugh Hefner will den erschlaffenden Playboy zurück kaufen.

Jenes Magazin, das er 1953 am Küchentisch in Chicago gegründet hat. Und das er – nun zum blühenden Konzern ausgebaut – für viel Geld 1973 an die Börse gebracht hat.

Ist der Rückkauf der Schlappohren-Postille nun eine gute Idee? Weiterlesen

TIME als Ramsch

TIME Newsweek Der Spiegel Focis Economist Abo Abonnement meramsch.jpgDa flattert dieser Tage ein Angebot ins Haus, das Magazin TIME zu abonnieren. TIME, das erste, das größte Nachrichtenmagazin der Welt, das Vorbild aller aktuellen Magazine, etwa so bedeutend wie der Vatikan für den Katholizismus.

Das Angebot von den TIME Discount Services: 15 Euro für 27 Ausgaben. Wenn ich sofort zahle, drei zusätzliche Monate. Dazu die aktuelle Ausgabe Encyclopaedia Britannica auf DVD-ROM.

Und obendrauf noch ein bisserl Schnick-Schnack: Eine sogenannte Privilege Card, das Person of the Year-Heft, kostenloser Online Zugang etcetera.

Rechnen wir einmal nach: Weiterlesen