Archive for the ‘Zeitschriften’ Category

STOCKPRESS.de

Samstag, August 7th, 2010

Es gibt einen jüngeren, hübschen Bruder dieser Website: STOCKPRESS.de. Notizen von unterwegs.

Das neue STOCKPRESS.de wird im Lay-out einer Online-Zeitung gestaltet. So erscheinen hier auch die eher journalistischen Stücke, die längeren Berichte, die Korrespondenzen aus Übersee, die literarische Spurensuche, die Reportagen.

Nun auch mit professioneller Einbindung von AdSense. Google sei Dank. Vergessen Sie deshalb nicht, sich auch die AdWords-Anzeigen anzuschauen.

Diese Website - STOCKPUNKT.com - konzentriert (more…)

Newsweek wird verscherbelt

Mittwoch, August 4th, 2010

magazine shop newsstand Barnes & Noble buy newsweekobama.jpgWehmut kommt bei einer Nachricht dieser Tage auf: Das amerikanische Wochenmagazin Newsweek wird für einen symbolischen Dollar an einen Investor verkauft.

Dies empfinde ich deshalb als betrübliche Nachricht, weil Newsweek für eine ganze Generation von Journalisten das Vorzeigemedium schlechthin war. Newsweek, das zweitgrößte Nachrichtenmagazin der Welt und immer noch mit Millionenauflage, zeigte sich stets ein Stück schärfer, schneller und frischer als der Marktführer TIME, und als all die anderen sowieso.

Das Korrespondentennetz galt als vorbildlich, die Kolumnisten herausragend. Top-Journalisten schrieben in dem Blatt. Keiner konnte über die Diktatoren Osteuropas so anschaulich berichten wie der Pariser Bürochef Edward Behr, aber auch die Kulturfeatures von Behr waren einsame Klasse. Die Kolumnisten Lester Thurow, später der schnauzbärtige Robert Samuelson, brachten Wirtschaftsthemen populär auf den Punkt. Und am eloquenten, aber erzkonservativen Kolumnisten George F. Will konnte man sich wunderbar reiben.

All das ist nun (more…)

Macht Botox dumm?

Dienstag, Juli 20th, 2010

Chatter Kiosk MagazinSeit ein paar Tagen gibt es ein neues und neuartiges Klatschblatt in Deutschland. Es hört auf den hübschen Namen Chatter. Und dieses Chatter heißt auf Deutsch soviel wie schnattern oder plappern.

Das Neuartige: Chatter ist ein Zwitter aus Zeitung und Zeitschrift. Die 44 Seiten Magazin-Layout werden auf einfachem Zeitungspapier gedruckt.

Für einen halben Euro kann man ein Exemplar am Kiosk erwerben. Das Heft wird übrigens von dem feinen Burda Verlag herausgegeben.

Ob Botox dumm macht, wie Chatter fragt, müssen kompetentere als ich beantworten. Oder ob wir Männer die Frauen eher moppelig oder dürr mögen? Na ja, das sind so Fragen!

Generell als Anmerkung: Irgendwie kommt einem Chatter vor wie (more…)

Ein Schlappohr will zurück

Mittwoch, Juli 14th, 2010

Magazin magazine newspaper venture New York stock exchange publisher publishing  bunny playboy-in-new-york.jpgFifth Avenue in Manhattan. Die vornehme Nummer 730. Playboy Enterprises. Eine tolle Adresse für ein Häschen.

In diesen Tagen in der Zeitung: Der 84-jährige Hugh Hefner will den erschlaffenden Playboy zurück kaufen.

Jenes Magazin, das er 1953 am Küchentisch in Chicago gegründet hat. Und das er - nun zum blühenden Konzern ausgebaut - für viel Geld 1973 an die Börse gebracht hat.

Ist der Rückkauf der Schlappohren-Postille nun eine gute Idee? (more…)

TIME als Ramsch

Dienstag, Juni 29th, 2010

TIME Newsweek Der Spiegel Focis Economist Abo Abonnement meramsch.jpgDa flattert dieser Tage ein Angebot ins Haus, das Magazin TIME zu abonnieren. TIME, das erste, das größte Nachrichtenmagazin der Welt, das Vorbild aller aktuellen Magazine, etwa so bedeutend wie der Vatikan für den Katholizismus.

Das Angebot von den TIME Discount Services: 15 Euro für 27 Ausgaben. Wenn ich sofort zahle, drei zusätzliche Monate. Dazu die aktuelle Ausgabe Encyclopaedia Britannica auf DVD-ROM.

Und obendrauf noch ein bisserl Schnick-Schnack: Eine sogenannte Privilege Card, das Person of the Year-Heft, kostenloser Online Zugang etcetera.

Rechnen wir einmal nach: (more…)

Welche Zeitschriften werden überleben?

Freitag, Mai 7th, 2010

Der mittelprächtige Tante-Emma-Laden macht zu, Aldi und Lidl und die (more…)

Fotokiste: Richard Stolley

Dienstag, April 13th, 2010

Richard Stolley TIME Magazine Journalist Verleger People Publisher Life

Palo Alto/California, im Juli 2005

Richard Stolley gilt drüben in den USA als Legende im Journalismus. Als ein Blattmacher, dessen Wort in der Branche zählt.

Stolley ist ein netter älterer Herr vom guten Jahrgang 1928, in Ehren ergraut und bedächtig in der Sprache. Aber in dem hektischen Geschäft mit Zeitschriften erfahren wie kein zweiter ist.

Möglicherweise lässt sich weit und breit kein zweiter Publizist finden, der mehr Einblick und mehr Erfahrung im Magazinjournalismus vorweisen kann als dieser Dick Stolley.

Dick arbeitete zwei Jahrzehnte bei der berühmten Hochglanz-Illustrierten Life. Das Wochenblatt ging in die Annalen der amerikanischen Magazinhistorie ein, weil die Zeitschrift nicht wegen Erfolgslosigkeit, sondern wegen zu viel Erfolg eingestellt werden musste. Die (more…)

Warum wir die FAZ kaufen..

Freitag, April 9th, 2010

Warum kauft man ein Produkt? Was lässt den Konsumenten am Kiosk zu einem Printprodukt greifen? Zur ZEIT oder zur FAZ, meinetwegen.

Man kauft nur vordergründig eine Zeitung oder eine Zeitschrift. In Wirklichkeit kauft man sich durch den Erwerb einer Zeitschrift die (more…)

Google und die Verleger

Dienstag, April 6th, 2010

Suchmaschine search engine Google Adwords Adsense Califonia Kalifornien google-mountain-view.jpgGut 60 Prozent der Besucher dieses Blogs kommen über die Suchmaschinen von Google.

Wenn Sie im Suchfeld zum Beispiel den Namen Hemingway eingeben und Fossalta (der Ort, wo Ernest Hemingway im Ersten Weltkrieg schwer verwundet wurde), dann schauen Sie einmal, was die Websuche bei Google und auch die Bild-Suche ergeben.

Ohne Google wäre STOCKPUNKT.com ein Nichts, ein Vogelschiss in der weiten digitalen Landschaft. Positiv formuliert: Ein kleiner, unbedeutender Blogger kann mittels Google - ganz ohne Geld und Einfluss - seine Rolle im Web finden.

Google bringt Traffic. Dafür sollten wir der Firma aus Mountain View dankbar sein. Das müsste eigentlich auch für (more…)

Vom langsamen Exitus des Journalismus

Mittwoch, März 24th, 2010

Immer wenn es im Hotel, an der Grenze oder sonst wo die Berufsbezeichnung einzutragen gilt, schreibe ich kurz - wie schon seit 35 Jahren - Journalist. Aber dieser, so meint die NYT, sei eine aussterbende Spezies, als Berufsstand dem sicheren Tode geweiht. Ihn ereile - oh Graus - das gleiche Schicksal wie dem Stahlkocher in den 70er Jahren. Starker Tobak!

Dieser Kommentar der New York Times, des intellektuellen Eliteblattes der amerikanischen Ostküste, ist ein Schlag in die Magengrube eines jeden Journalisten. Das tut weh, nicht nur in den USA.

Der Journalist, überrollt von (more…)