Hilfe: Skandal, Panik, Hysterie
Mittwoch, August 18th, 2010Nun ist Google Street View voll ins mediale Sommerloch gefallen. Es hagelt Proteste, Einwände, Bedenken. Datenschutz und Persönlichkeitsrechte seien verletzt. Die vorgebrachten Argumente drohen ins Lächerliche abzurutschen. Als ob eine Hausfassade Persönlichkeitsrechte besäße! Nach dieser kruden Logik müsste man viele Webcams abschalten, manche Postkarte verbieten, Immobilienanzeigen schwärzen und Panoramaaufnahmen von Städten ganz verbieten. Der Fotojournalist könnte einpacken.
Bei all den neuen Services von Google versteht der Bürger nicht, dass sich hier eine moderne Form der Navigation und eine bessere Informationstiefe herausbildet. Es herrscht eine erschreckende Ahnungslosigkeit. Als würde ein Blinder von der Farbe reden.
Wenn schon, dann scheint mir doch Google Earth weitaus indiskreter als Street View. Die offene Sicht von oben zeigt, wer einen adretten Garten, einen hübschen Swimmingpool oder eine Terracotta-Veranda sein eigen nennen darf. Dagegen ist Street View doch harmlos.
Ich erinnere mich, als (more…)
Es wurde hier nie ein Hehl aus der Meinung gemacht, Google ist das beste Unternehmen der Welt. Doch, wie erklärt sich der Erfolg einer solch jungen Firmen. Wie schafft man in zehn Jahren den Sprung vom start-up zum Weltmarktführer? Wie tickt ein solches Unternehmen? Was treibt die Firma an? Wie denken die Mitarbeiter? Was sagt die Führung?
Münchens große Boulevard-Zeitung, die tz. Heute mit einer ziemlich dusseligen Schlagzeile auf dem Titelblatt.
Ein persönlicher, subjektiver Blick auf die Weltwirtschaft: Die nächsten Monate werden nicht lustig. Wir sind mitten drin in einer Banken- und Finanzkrise, zu der nun noch eine Überschuldungskrise gekommen ist.
New York, im Juni 2010