Archive for the ‘Politik’ Category

Argentinien ist überall

Donnerstag, April 15th, 2010

Nicht nur Griechenland zeigt sich heillos überschuldet. Auch Spanien, Portugal und Italien mögen als Sünder anzusehen sein. Selbst Deutschland benimmt sich nicht gerade wie ein Musterknabe.

Als anschauliches Beispiel, was einfachen Steuerbürgern blühen kann, wenn ein Staat ob seiner Schulden überkippt, mag Argentinien dienen. Ich kenne das Land gut, war lange dort und weiß, zu welchen Schweinereien so mancher Pampa-Caudillo fähig ist.

Das Land stand in den letzten beiden Jahrzehnten schon einige Male am Abgrund. Und einen Schritt vortreten musste dann stets das (more…)

Kampf um Freiheit

Donnerstag, April 8th, 2010

Ein Mensch, der nichts hat, für das er bereit wäre zu kämpfen, und dem nichts wichtiger ist als seine persönliche Sicherheit, ist eine (more…)

Schuldenmeister Deutschland

Freitag, März 19th, 2010

Schauen wir uns einmal den Haushalt des Bundes für das Jahr 2010 an. Und begutachten wir ihn - nicht politisch -, sondern betriebswirtschaftlich.

Die nackten Zahlen: Die Einnahmen belaufen sich auf 240 Milliarden Euro. Ausgaben 320 Milliarden Euro. Macht einen Verlust von 80 Milliarden. Das bedeutet eine Negativ-Rendite von 33 Prozent. Jedes Unternehmen müsste nun zusperren.

Deutschland deckt diese Lücke mittels Kredit. Die 80 Milliarden Euro werden als neue Schulden aufgenommen. Damit wachsen (more…)

Das 1-Prozent-Land

Freitag, Februar 26th, 2010

Eine Nachricht lässt in diesen Tagen aufhorchen: Das Brüsseler Forschungsinstitut  CEPS hat ausgerechnet, dass in 20 Jahren Polen in der Wirtschaftsleistung pro Kopf, und damit im Wohlstand, Deutschland überholt haben wird. Das Deutschland von heute sei satt, träge und behäbig geworden.

Nun wundert man sich, dass eine solch alarmierende Meldung hierzulande nicht diskutiert wird. Man mag dies als mentales Indiz abtun für ein Land, in dem leidenschaftlich gestritten wird, wie Wohlstand verteilt werden soll, nicht aber darüber, wie Wohlstand erschaffen werden kann.

Kaum ein Land, das so wenig wirtschaftliche Dynamik zeigt wie Deutschland. Mit etwas Glück wird das Bruttosozialprodukt in naher Zukunft um vielleicht (more…)

Club Med

Montag, Februar 8th, 2010

Es geht nicht mehr so weiter wie früher! Leben auf Pump. Wenig arbeiten, früh in Rente. Viele soziale Wohltaten, aber woher das Geld dafür nehmen? Das gilt für Personen, aber in diesen Tagen noch mehr für Staaten.

Bei den Südländern knirscht es schon gewaltig. Griechenland, Spanien, Portugal geraten in einen fatalen Abwärtstrudel aus wachsender Staatsverschuldung und steigenden Zinsen. Wenn die Zinslast überhand nimmt, gerät (more…)

Fotokiste: Erwin Huber

Samstag, Januar 30th, 2010

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München, den 23. Oktober 2003

Als ich vor über 15 Jahren aus dem Rheinland nach Bayern zog, da hatte ich auch meine Vorurteile im Koffer. Eines dieser Vorurteile lautete: Die CSU, das wäre doch ein ziemlich bornierter Haufen meist alkoholisierter Ewig-Gestriger. So jedenfalls hatten uns das die SPD und der WDR jahrelang gesagt.

Weit gefehlt. Die Wahrheit vor Ort sah dann doch ein wenig anders aus.

Über die Jahre kam ich ins Gespräch mit (more…)

Mehrwertsteuer-Senkung

Samstag, Januar 23rd, 2010

Frechheit: Die Hoteliers geben die erfolgte Senkung der Mehrwertsteuer nicht weiter - außer (more…)

Experiment

Dienstag, Dezember 29th, 2009

Der Kommunismus ist ein interessantes Experiment. Vielleicht hätte man ihn (more…)

So denkt der Michel

Montag, Dezember 28th, 2009

Die Wirklichkeit überfällt uns mit all ihren Widersprüchen. Da muss man bisweilen seine Gedanken ordnen. Am einfachsten jedoch bleibt, man denkt so wie der Michel mit seiner Schlafmütze:

  • Globalisierung? Ja, aber nur wenn sie uns nützt.
  • Arbeit? Möglichst

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Fotokiste: Die Schmiere

Mittwoch, Dezember 23rd, 2009

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Dieser Name genügt als Programm. Laut Eigenwerbung das schlechteste Theater der Welt - angeblich. Solch ein Eigenlob scheint natürlich leicht übertrieben.

Jedoch mochte Die Schmiere stets wider den Stachel löcken. Die Schmiere wollte immer dagegen halten, sie kultivierte das Aufsässige, betonte ihr intellektuelles Rebellentum.

Der Geist der Macher und Spieler zelebrierte das Anti. Das Anti-Establishment. Das Anti-Konservative. Auch wohl auch das Anti-Theater. Und im Grunde genommen auch das Anti-Kabarett.

In der Frankfurter Schmiere wurde des Abends nicht mit dem Florett gefochten, und auch nicht mit dem Degen. Nein, hier flog in jeder Vorstellung ein wuchtiger Holzhammer durch die heiligen Hallen.

In dem ehrwürdigen Karmeliterkloster zwischen (more…)