The Meaning of Life
Samstag, Februar 20th, 2010This is Kosto in his own words - performed by himself in the (more…)
This is Kosto in his own words - performed by himself in the (more…)

München, den 23. März 1995
Gottfried Heller wird oft als Börsenguru bezeichnet. Dabei hat er so wenig von einem Guru. Er ist ein belesener Mensch, er denkt nach über die Zeitläufte, er mag Wilhelm Busch, er ist einnehmend und herzlich, also eher das Gegenteil eines poltrigen Wall Street Boys.
Wir haben 1992 bei ECON ein sehr schönes Buch zusammen gemacht. Die Wohlstandsrevolution - Erfolgsstrategien für Unternehmer und Anleger in den 90er Jahren. Eine fast 400 Seiten starke und sehr bullishe Zustandsbeschreibung des Kosmos der Wertpapiere.
Gottfried Heller sieht die großen Linien. Weltwirtschaft, USA, Asien, Europa, Deutschland. Hier liegt sein Fokus, nicht so sehr auf der einzelnen Aktie. Er schaut sich die Wirtschaft (more…)
Köln, den 28. Mai 1991
Als Meiré und Meiré noch nicht die großen Stars der Design-Szene in Deutschland waren, sondern hoffnungsvolle Newcomer, saßen ein paar junge Burschen draußen im Westen von Köln.
Im fast schon ländlichen Stadtteil Königsdorf bei Frechen, umgeben von einem üppigen Forst. Wilde Ideen wurden hier Im Klosterhof ausgeheckt, in einem weitläufigen Anwesen, das im achten Jahrhundert von Benediktinern erbaut wurde.
Doch zog durch das alte Gemäuer solch frischer Geist, der schon damals Großes erahnen ließ. Die Optik der frühen Jahre von Meiré und Meiré war reduziert und knallig zugleich, modern und doch irgendwie klassisch.
Eigentlich gibt es zwei Meirés. Da ist (more…)
Als man nicht mehr gar so blöd war, also so mit Mitte Zwanzig, trat ein Philosoph in mein Leben, der mein Denken und Handeln fortan bestimmen sollte.
Hier baute man kein luftiges Wolkenkuckucksheim, sondern entwarf eine Theorie, die sich an der Wirklichkeit messen konnte. Im Studium habe ich mich lange mit diesem Denker befasst und habe ihn auch als ein Prüfungsthema gewählt.
Die Rede ist von dem Österreicher Karl Raimund Popper, einem kleinen Mann, aber einem großen Geist. Er begründete die Denkrichtung, die man als Kritischen Rationalismus, manchmal auch als Neopositivismus, bezeichnet.
Durch unser Wissen unterscheiden wir Menschen uns nur wenig, in unserer grenzenlosen Unwissenheit aber sind wir alle gleich. Das menschliche Wissen, so Karl Popper, sei mehr ein kritisches Raten, ein Netz von Hypothesen, eine Ansammlung von Vermutungen.
Poppers Denkansatz kennt folglich auch keinen Absolutheitsanspruch. Eine endgültige Wahrheit gäbe es nicht. Es gibt nur (more…)
Palo Alto/California, im Juli 2005
Als eine der besten Zeitschriften dieser Welt hat sicherlich das Frauenmagazin Cosmopolitan zu gelten. Die Lektüre für die Frau von heute zeigt sich ganz auf der Höhe der Zeit: Karrieretipps, Gesundheitsthemen, viel Beziehungskram, auch Sex, stets pikant, aber alles noch im gutbürgerlichen Rahmen.
Nicht nur in den Vereinigten Staaten hat dieses Magazin für Furore gesorgt, auch die 58 Lizenzausgaben von Finnland bis Malaysia zeugen davon, wie überzeugend die Cosmo das Lebensgefühl junger, moderner Frauen ausdrückt.
Dass Cosmo so gut ist wie sie ist, verdankt sie (more…)
New York, den 21. Oktober 2009
Eine Stunde mit Norman Pearlstine, zusammen mit anderen VDZ-Kollegen. Norman Pearlstine gilt als einer der großen amerikanischen Journalisten. Ein Mann von Statur und Einfluss, einer der Einflussreichsten seiner Zunft.
Norman arbeitet als erster Journalist des Hauses Bloomberg, der hübsche Titel Chief Content Officer schmückt ihn. Sein Ressort umfasst alles, was mit Wachstum zu tun hat: TV, Radio, neue Magazine, Onlineprodukte. Und er hält Michael Bloomberg den Rücken frei, damit dieser New York vernünftig regieren kann.
Norman Pearlstine kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Das Wall Street Journal Europe aufgebaut. SmartMoney gegründet, er war viele Jahre lang Chefredakteur des größten Nachrichtenmagazins der Welt, der TIME.
Bloomberg selbst ist ein beeindruckendes Verlagshaus von (more…)

Palo Ato/California, im Juli 2005
Ich habe in meinen Berufsleben schon zahlreiche Reden und Vorträge gehört. Und so manche ertragen müssen. Denn viele Redner waren langweilig, eintönig, ohne jeden Pep und Witz.
Geht es darum, den besten Vortrag, den ich jemals erlebt habe, zu benennen, kommt mir einer rasch in den Sinn. The Art of the Start, eine Vortrag von Guy Kawasaki, an der Stanford University im Sommer 2005.
Da merkte man inhaltliche Substanz, da sprach die pure Leidenschaft, das pochte das Herz des Praktikers, da zündete die feurige Analyse des Strategen: Hier schien der richtige Mann zu sein, mit dem richtigen Thema am richtigen Ort.
Guy Kawasaki ist eine richtige Type. Jeans, offenes Hemd, verschmitztes Lächeln. Der US-Amerikaner japanischer Abstammung hat bei Apple 1984 das Marketing für den Macintosh betreut, bevor er (more…)
Ost-Berlin, den 18. Juni 1982
Theater am Schiffbauerdamm in Ost-Berlin. Das Berliner Ensemble. Das Haus von Bertolt Brecht.
Lange vor der Wende. Noch zu Zeiten der DDR, die sich damals für das bessere Deutschland hielt. Der Hauch der Literaturgeschichte weht durch den klassizistischen Bau und erzeugt Gänsehaut.
Doch heute Abend wird nicht Bert Brechts episches Theater gegeben, sondern Dario Fo: Bezahlt wird nicht! Für 2,05 Ost-Markt. Das Theater kommt adrett renoviert daher und strahlt im Glanze.
Dario Fo, das ist eine italienischer Theater-Anarchist, kein Mann für zarte Zwischentöne, sondern für’s Grobe. Eigentlich keine große Bühne, vielmehr Straßentheater und Agitationsklamauk, eine Art sozialistische Commedia dell’arte. Meist ist es albern, manchmal lustig und überraschenderweise gab es dafür 1997 den Literatur-Nobelpreis.
Bezahlt wird nicht! handelt von der Auseinandersetzung (more…)
In seinen letzten Jahren ist ihm, der noch das kleine Fischerdorf von 8.000 Bewohnern kannte, Acapulco fremd geworden. Meine wunderschöne Bucht von Acapulco ist verschwunden, meinte Teddy Stauffer melancholisch. Statt dessen erblicke er aus seinem Turm am Berghang die wuchtigen Condominiums und Hotelbauten, die den Blick auf die azurblaue Bucht verstellen.
Das neue Acapulco lief an ihm vorbei. Teddy Stauffer hatte zwar Acapulcos erste Diskothek, das Tequila a Go-Go, gegründet, er hatte große und moderne Hotels geleitet. Und 1982 hatte er es noch einmal versucht und mit einem Partner unten am Meer Teddy’s Bar eröffnet, eine wunderschöne weitläufige Bar mit direktem Zugang zum Strand.
Aber auch dieses Projekt schien (more…)

Caorle/Italien, im September 2009
In der Trattoria deute ich auf das runde, bunte Holzschild. Hemingway? Fragend hebe ich meine Stimme. Ja, Hemingway, meint die wohl 60-jährige blondierte Inhaberin, er habe hier oft gegessen, mit seinem Freund, dem Baron Raimondo Franchetti, und mit dem Besitzer des Restaurants, Alessandro de Mauri.
De Mauri - Dove Hemingway, Franchetti, de Mauri soggiornarono steht auf dem Schild. Wo Hemingway, Franchetti und de Mauri sich einfanden. Hier werde der Fisch noch zubereitet wie zu Hemingways Zeiten.
Wenn der Schriftsteller und der Baron von der Entenjagd in den Lagunen von Caorle zurück gekehrt seien, dann hätten sie (more…)