Archive for the ‘Ernest Hemingway’ Category

Hemingways Caorle

Montag, März 16th, 2009

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In den Reisebüros hängen große blaue Plakate und liegen Broschüren, die eine dreistündige Schiffstour in die nahen Fischfanggebiete annoncieren.

Il mondo che fu di Ernest Hemingway lautet die Überschrift. Die Welt, die von Ernest Hemingway war, steht in etwas ungelenkem Deutsch auf dem Prospekt des Städtchen Caorle.

Caorle, 60 Kilometer östlich von Venedig, ist ein ehemaliges Fischerdorf, das Exkursionen in die umliegenden Lagunen auf den Spuren Hemingways anbietet. Ein billiger Werbetrick mit einer Person, die sich nicht mehr wehren kann, weil sie schon seit fast 50 Jahren tot ist?

Nein, die Sache liegt hier anders. Hemingway kannte (more…)

Hemingway und die einfachen Menschen

Dienstag, Februar 10th, 2009

hemcaoblog.jpgAbendbummel durch das kleine venetianische Fischerdorf. Hier an der adriatischen Küste wartet in der pittoresken Altstadt eine merkwürdige Entdeckung.

Hinter die Fensterscheibe eines der typischen farbenfrohen Häuser hat jemand das Portrait eines älteren, bärtigen Mannes gehängt. Nein, nein, nicht Jesus, ganz falsch. Sondern - Ernest Hemingway.

Es bleibt ein bemerkenswertes Phänomen, dass dieser Nobelpreisträger gerade von (more…)

Hemingway Bar

Mittwoch, August 27th, 2008

stahemblog.jpgLetzte Woche in der Hotelbar des Vier Jahreszeiten in Starnberg. Eine offene, in dunklem Mobiliar gehaltene einladende Bar mit Tresen, ein schwarzer Flügel in der Ecke zur Fensterfront. Auf einmal sehe ich an der Wand über dem Kaminsims ein riesiges goldgerahmtes Foto des jungen Hemingway.

Warum hängt Hemingway hier, wende ich mich an die junge Barkeeperin. Die Bar heißt so, ist die verblüffend einleuchtende Antwort. Ob sie Hemingway gelesen habe, frage ich. Die Barkeeperin, vielleicht Mitte Zwanzig, kommt aus Dresden und in der DDR habe man Hemingway nicht groß gekannt.

Für einen Augenblick versinke ich (more…)

Fotokiste: La Finca Vigía

Sonntag, Juli 6th, 2008

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San Francisco de Paula/Cuba, im April 1983

Über einem dichten Hain erhebt sich auf einem Hügel ein milchweißes Landhaus. Von 1939 bis 1960 lebte Hemingway in der eingeschossigen Finca La Vigia, die im 19. Jahrhundert als spanische Zitadelle erbaut worden war. Hinter dem Wald aus Caña-Bäumen und durch eine üppige Vegetation aus Palmen, Avocadobäumen, grünen Farnsträuchern und Bougainvilleen befindet sich das flache Herrenhaus mit dem aufrechten Turmbau.

Im Wohnzimmer hängt das (more…)

Hotel Hemingway

Montag, Juni 16th, 2008

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gefunden in Caorle/Italien, im September 2005

Ernest Hemingway hat Spuren hinterlassen. Literarische Spuren sicherlich, er hat aber auch Spuren hinterlassen in den zahlreichen Städten und Orten, die er besucht hat. Museen sind für ihn eingerichtet worden, Stiftungen wurden gegründet, Zeitschriften mit seinem Namen werden verlegt, Kofferkollektionen und Füllfederhalter wurden nach ihm benannt, ein Hemingway-look-alike-Contest ist jedes Jahr in Florida ein Schenkelklopfer, Strassen tragen seinen Namen. Auch Schulen, Hotels, Angelwettbewerbe, Yachthäfen heißen so wie er, Bars und Kneipen sowieso.

Und Ernest Hemingway hielt sich mit Vorliebe dort auf, wo es etwas zu erleben gab (more…)

Fotokiste: Gregorio Fuentes

Mittwoch, Februar 13th, 2008

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Cojímar/Cuba, im April 1983

In Sachen Hemingway ist Gregorio Fuentes die beste Adresse in Cojímar. Der rüstige Gregorio - der Gallego, aus dem nordspanischen Galizien stammend - wohnt mit seiner Frau in einem kleinen, gemütlichen Häuschen oberhalb der Dorfstraße. Von 1938 bis zu Hemingways Tod war er der Kapitän der Pilar. Eigens für den Schriftsteller war das Motorboot 1936 gebaut worden, und oft fuhren die drei - Gregorio, Hemingway und Frau - zur Fischjagd aus.

Gregorio nannte seinen berühmten Chef Papa, (more…)

Fotokiste: La Bodeguita del Medio

Dienstag, Januar 15th, 2008

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Havanna, im April 1983

Hinter der Kathedrale in der Seitengasse Calle Empedrado Nummer 206 entdecken wir die Bodeguita del Medio. Vorne der kleine quadratische Barraum mit der dunklen Theke. Dahinter das leicht schmuddelige, weißverputzte andalusische Speisegewölbe, wo an meist überfüllten Tischen das Beste der einfachen cubanischen Küche angeboten wird. Gerichte mit so poetischen Namen wie Moros y cristianos, was übersetzt soviel wie Mauren und Christen heißt und auf dem Teller wie schwarze Bohnen und weißer Reis aussieht.

Angel Martinez eröffnet die Bodeguita 1942 und da sie inmitten eines Häuserzugs liegt und ihm kein gescheiter Name einfällt, nennt er sie kurzerhand Kneipe in der Mitte. Hunderte von Namen verzieren die bekritzelten Wände. Die wahre Prominenz (more…)

Midlife crisis

Samstag, Dezember 1st, 2007

Frauen haben es leichter. (more…)