Die Stärken des Internets
Donnerstag, Mai 8th, 2008Mit den Stärken des Internets arbeiten - nicht mit den Schwächen. Negativ-Beispiel E-paper: Viele Verlage setzen heute auf die elektronische Zeitschrift oder Zeitung und dürfen sich noch eine blutige Nase holen. Denn die Lieferung eines Printproduktes via E-Mail oder als Download im Internet reproduziert nur dessen Schwäche.
Das Medium, das beim Kunden auf den Schirm kommt oder aus dem eigenen Drucker, bleibt einer Zeitschrift in fast allen Belangen unterlegen. Es ist (more…)
Wikipedia bei Bertelsmann. Rund 1.000 Seiten für 19,95 Euro. Im September soll Wikipedia auch als Buch im dortigen Lexikon Verlag erscheinen. Die 50.000 meistgesuchten Einträge des Online-Lexikons sollen dann zwischen zwei Buchdeckel gedruckt und gebunden werden.
Mein wunderschöner Reportageband
Auf der Jahrestagung der European Business Press (EBP) letzten Donnerstag in Frankfurt erzählte Andreas Wiele ein hübsches Erlebnis aus der Musikindustrie. Bei einer Branchentagung in den USA Mitte der 90er Jahre, gerade war ein Megavertrag mit Sängerin Madonna unterzeichnet worden, war die Stimmung prächtig und der Champagner floss. Bis als Gastredner dann der renommierte MIT-Professor Nicholas Negroponte aus Boston ans Mikrophon trat und der Branche ein Zukunftsszenario entwarf.
Als ich vor Jahren das ECON-Wirtschaftslektorat leitete, da konnten wir es jeden Morgen am Stapel des Posteingangs feststellen. An guten Tagen bis zu 20, an schlechten immerhin noch drei, vier Manuskripte, die dem Verlag unaufgefordert zugesandt worden waren.
Vor vier Monaten hat Amazon-Chef Jeff Bezos in den USA das eBook-Lesegerät Kindle vorgestellt. Und dazu gleich noch einen Download-Shop für eBooks. Ist mit der Amazon-Offensive das Ende des Gutenberg-Zeitalters eingeläutet?