Archiv für den Monat: Januar 2011

Futter für’s Hirn

So mancher hat vielleicht noch die erziehenden Worte seiner Eltern im Ohr: „Junge, wann gehst Du endlich zum Friseur?, oder etwas schärfer: „Jetzt lies doch auch mal etwas Anständiges!“

Aber wie das so war mit den jungen, wilden Burschen anno 1965: Wastl-Comics, Sigurd-Heftchen, das Nick Knatterton-Abenteuer oder Kosmoshelden wie Perry Rhodan – da hingen wir unsere grünen Nasen hinein und wollten von Goethe, Schiller und Kameraden nichts wissen.

Erst als Karl May ins Leben des pubertierenden Jünglings trat, ließen die Eltern Ruhe. Nachher haben viele meiner Generation dann doch noch die Kurve gekriegt und nach den Einstiegsbonbons auch Hermann Hesse, Thomas Mann und Heinrich Böll gelesen, manchmal sogar verschlungen. Tempi passati.

Nun ist diese Generation, die mit mildem verbalen Rohrstock zur Literatur gezwungen werden musste in die Jahre gekommen, hat selber Kinder und Enkel. Und was ist passiert? Was lesen die nun ergrauten Jünglinge von einst denn heute? Na, schauen wir doch einfach mal nach und gehen in eine Buchhandlung.

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