Vorsicht Rabatt!

Milka Alpenmilch Schoko Schokolade Kakao lila Kuh milka.jpgZur Entspannung am Abend zwei, hüstel, drei kleine Stücke Schokolade. Ein wunderbarer Genuß.

Ich schaue auf die Packung. 25 Prozent mehr für den gleichen Preis. Schokolade ist ja bekanntlich Medizin gegen Denkfaulheit. Auch betriebswirtschaftlich. Und in der Tat scheint mir die Strategie von Milka schlau bis oberschlau.

Während andere Anbieter, gerade bei Lebensmittel, sich unterbieten und lustig Rabatt auf Rabatt geben, bleibt Milka beim Preis fest und gibt mehr Menge. Um beim Essen zu bleiben: Das Gericht kostet nicht weniger, sondern es gibt Nachschlag.

Betriebswirtschaftlich ist das hochvernünftig. Wenn ich 25 Prozent mehr Volumen gebe, behalte ich 100 Prozent des Erlöses. Wenn ich aber 25 Prozent Rabatt gewähre, sacke ich auf 75 Prozent des ursprünglichen Erlöses ab.

Auch gefällt mir der strategische Ansatz beim Geldrabatt nicht: Das rabattierte Produkt erhält psychologisch eine Abwertung. Bei Draufgabe hingegen bekommt das Produkt eine Aufwertung.

Sicher, bei einer Draufgabe steigen die Kosten, allerdings nur zu Grenzkosten. Als Beispiel: Nehmen wir einmal an, der Wareneinsatz bei Schokolade berechnet sich mit 15 Prozent. Wenn ich 25 Prozent mehr gebe, dann beläuft sich diese zusätzliche Belastung auf 3,75 Prozent. Die Fixkosten – von Miete über Versicherungen bis Gehälter – bleiben ja gleich.

Was ist nun das kleinere Übel? Knapp 4 Prozent zusätzliche Kosten oder 25 Prozent weniger Umsatz?

Also, nie Geldrabatt, sondern immer und stets Naturalrabatt! Lieber Zuschlag von Ware anstatt Nachlaß von Geld!