Club Med

Es geht nicht mehr so weiter wie früher! Leben auf Pump. Wenig arbeiten, früh in Rente. Viele soziale Wohltaten, aber woher das Geld dafür nehmen? Das gilt für Personen, aber in diesen Tagen noch mehr für Staaten.

Bei den Südländern knirscht es schon gewaltig. Griechenland, Spanien, Portugal geraten in einen fatalen Abwärtstrudel aus wachsender Staatsverschuldung und steigenden Zinsen. Wenn die Zinslast überhand nimmt, gerät der ganze Staatshaushalt ins Wanken.

Falls es zu Zahlungsausfällen dieses Club Med käme, würden die Gläubiger, die Großbanken, Milliarden abschreiben müssen. Der Kreditfluss zwischen den Bankhäusern und der Wirtschaft würde schockgefrieren, die Furcht vor weiteren Zahlungsausfällen würde Aktien- und besonders Anleihemärkte platt machen.

Wenn eine Investmentbank wie Lehman Bros pleite geht, dann ist das unschön. Wenn Griechenland Pleite geht, dann wird’s duster für die gesamte Weltwirtschaft. Die bisherige Wirtschaftskrise nimmt sich dann aus wie ein Kontemplationstag im Trappistenkloster.

Die hohe Staatsverschuldung und die überbordende Zinslast sind nicht nur ein Problem des Club Med. Es ist ein Problem der europäischen Wohlfühlstaaten. Aus dem Süden wird das Problem via Italien, Frankreich in den nächsten Jahren auch nach Deutschland hochwandern.

Wir halten die Haushalte nicht in Balance, wir haben versäumt, in guten Zeiten gegen zu steuern. Wir haben den Kollaps so gewollt!