Die neue Kandahar

kandahar-gap.jpgGAP. Das Schneeparadies in der Doppelstadt Garmisch und Partenkirchen. Das idyllische GAP ist im März Austragungsort der Weltmeisterschaft 2011 in der alpinen Abfahrt.

Aus diesem Grund hat man vor kurzem die Traditionsstrecke Kandahar runderneuert.

Jetzt geht es nicht mehr mit dem alten klapprigen Zweiersitzer auf das Kreuzjoch, sondern mit dem modernen Kandahar-Express zum Gipfel.

Um Kollisonen mit der Abfahrt vom Kreuzeck auf dem mittleren Skiweg zu vermeiden wurde am Tröglhang eine Untertunnelung von 90 Metern Länge und acht Metern Breite geschaffen. Die Kandahar verläuft nun über diesem Tunnel.

Auch gibt es nun in Garmisch-Partenkirchen eine Männerstrecke und eine Frauenstrecke, wobei die Frauenstrecke im wesentlichen die alte Kandahar ist. Für die Männer hat man auf der rund vier Kilometer langen Piste noch einen Zahn zugelegt.

Die Kandahar ist noch schneller und noch härter geworden. In 1,45 Minuten sind die Weltbesten unten im Tal. Das neue Streckendesign wurde brutal und auf Effekt angelegt. Vom Starthang geht es über die Olympiakurve und den Eishang schnell in rasanten Kurven nach unten.

Das Spektakel kommt zum Schluss. Hinter dem flachen Stück Auf der Mauer erreicht der Skifahrer Der freie Fall, eine abschüssige Strecke mit 92 Prozent Gefälle. Die Worldcup-Fahrer springen dann 50, 60 Meter in diesen freien Fall hinein.

92 Prozent Gefälle, das ist fast senkrecht. Ein steileres Stück ist mir im alpinen Ski nicht bekannt. Auf der Mauer bremse ich kurz ab und rutsche dann den freien Fall sachte hinunter.

siehe auch: Kandahar