Kindle schlägt Baum

Neulich auf dem Lufthansa-Flug nach New York sitzt neben mir zufällig der amerikanische Autor Avi Perry. Wir kommen ins Gespräch.

Er hat gerade die Frankfurter Buchmesse besucht, wo er sein neues Werk 72 Virgins vorgestellt hat. Ein spannender und informativer Thriller. Darin schildert Perry den Wettlauf von FBI und israelischem Geheimdienst, um einen terroristischen Anschlag radikaler Islamisten in den USA zu verhindern.

Die Handlung findet rund um den Globus statt, auch – leicht verfremdet – in Bonn. 72 Virgins liest sich als packender Thriller, mit viel Spannung und einer Menge Insider-Wissen aus der Welt der Geheimdienste.

Avi Perry, ein ehemaliger Professor an der Northwestern University in Chicago und ein bekannter IT-Manager, kennt sich auch bei den neuen Technologien aus. Nun erfahre ich von Avi via Twitter, dass von 72 Virgins mehr Verkäufe über den E-Reader Kindle getätigt wurden, denn Exemplare des gedruckten Buches abgesetzt wurden.

Da bin ich dann doch überrascht! Elektronik schlägt Papier. Die 1.000-Dollar-Frage für Verleger: Zufall oder Zeitenwende?