Das beste Konjunkturprogramm

Die FDP analysiert es treffend: Eine zu hohe Steuer wirkt demotivatorisch, anti-investo­risch, konjunkturabwürgend und vernichtet Arbeitsplätze. Hoffentlich hat die neue Regierung – trotz der Sozialdemokraten in der Union – die ökonomischen Kausalitäten gut im Blick.

Eine vernünftige Steuerpoli­tik gilt als das beste Lebenselexier für eine ge­sunde Wirtschaft. Es mag für manche merkwürdig klingen, ist aber wahr: Je höher die Steuersätze, desto weniger wird der Staat einnehmen.

Weil sich Konsumenten verweigern, Arbeiter schwarz arbeiten, Unternehmer nichts mehr unternehmen und das Geld in die Schweiz abwandert. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Je niedriger die Steuersätze, desto höher das Steueraufkommen.

Denn niedrige Steuern bedeuten mehr Konsum und damit höhere Produktion und zwangsläufig ein höheres Mehrwertsteuer­aufkommen. Niedrige Steuern lösen mehr Investitionen aus und schaffen damit mehr Arbeitsplätze. Niedrige Steuern bewirken eine höhere Sparrate und ein verstärkter privater Vermögensaufbau und damit die Ent­la­stung öffentlicher Etats. Niedrige Steuern bedeuten mehr Steuerehrlichkeit, weniger Trickserei und damit mehr Lohn- und Einkommen­steuer.

Niedrigere Steuersätze und niedrigere Sozialabgaben erwirken für den Staat mehr Einnahmen. Ökonomen nennen das den Selbstfinanzierungseffekt niedrigerer Steuern. Überhaupt wären niedrige Steuern das beste Konjunkturprogramm, um aus der Wirtschaftskrise herauszukommen. Und übrigens auch, um den Medienkonsum zu stimulieren.