15 Erkenntnisse zum Medienumbruch

Vorige Woche unterwegs in den USA mit einer Gruppe deutscher Zeitschriftenverleger, organisiert vom Verlegerverband VDZ. Ganze 19 Verlage, Unternehmen und Institutionen in New York und San Francisco besucht, mit vielen Entrepreneurs, Managern und Journalisten gesprochen. Was ist die Quintessenz dieser Tour?

Fünfzehn knackige Trends als Zustandsbeschreibung. Ich werte nicht, ich sage nicht, ob ich dies gut finde oder schlecht, ich sage nur, dass es so ist. Hier in aller Kürze die Erkenntnisse einer Woche unbezahlbarer Erfahrung und Inspiration.

1. Die besten und wichtigen Internet-Erfolge stammen nicht von Verlagen.

2. Verlage nähern sich dem Internet mit Print-Denke. Und das geht schief.

3. Tageszeitungen siechen. Zeitschriften siechen auch, vielleicht etwas langsamer. Aber das Lesen wird weiterbestehen.

4. Der neue E-Reader von Apple – der Tablet – wird ein Quantensprung fürs elektronische Lesen.

5. Ein Inhalt – viele Kanäle.

6. Ein großer Verlierer: TV ist un-sexy.

7. Der Qualitätsjournalismus alter Prägung ist ein Auslaufmodell. Technik kommt vor Inhalt. Technology driven statt editorial driven.

8. Das Zauberwort heißt Aggregation. Und der Master of Aggregation heißt Google.

9. E-Commerce is hot.

10. Mobile is trendy.

11. Das iPhone is sexy and Apps are sexy, as well.

12. Video läuft.

13. Social Media als neue virtuelle Wirklichkeit der Massen.

14. Zwei Firmen sind super-cool: Apple und Google.

15. Go West, Young Man!