Country first!

Country first!, ein fabelhafter Wahlkampf-Slogan, der vor einigen Monaten in den USA die Menschen begeisterte. Zuerst das Land!, und dann erst die Interessen einer Partei oder die Interessen einzelner Gruppen.

Nach diesem seltsamen deutschen Wahlkampf müsste man meinen, dieses Land im Jahre 2009 bestünde nur aus zwei Menschenarten. Da ist zum einen der kleine Mann, der ausgebeutet und ausgegrenzt, ohne Geld und soziale Sicherheit sein Leben fristet.

Und da sind auf der anderen Seite die gierigen Bänker und Manager mit ihren Millionen-Boni, skrupellose Leute, die Firmen vor die Wand fahren und dicke Abfindungen kassieren.

Spiegeln solche Zerrbilder aber die Wirklichkeit des Landes? Ist dies die Normalität? Reden wir da über die breite Mitte unserer Gesellschaft?

Warum wird sowenig über eine bessere Bildung diskutiert? Wo sind die Konzepte, Benachteiligte, aber auch Hochbegabte an Schulen zu fördern? Warum wird nicht artikuliert, wie die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes erhöht werden kann?

Statt Zukunftsthemen beherrschen uns Klientelismus und Symbolparolismus. Country first? In Deutschland, leider eine Illusion.