Der Flug zum Mond

Der vierzigste Jahrestag des Mondfluges bietet Anlass, über Sinn und Zweck einer solchen extraterrestrischen Mission zu grübeln.

Im Grunde genommen sprechen alle rationalen Argumente gegen das NASA-Programm. Der Flug zum Mond ist zu teuer, zu gefährlich, er ist unsinnig, er bringt zu wenig neue wissenschaftliche Erkenntnisse, er verschwendet unsere Ressourcen, materielle wie ideelle. Wäre es nicht vernünftiger gewesen, statt dessen die Erde ein Stück bewohnbarer zu machen und beispielsweise den Hunger aus der Welt zu schaffen?

Alles richtig, alles recht. Aber Ratio darf nicht in Kleingeist münden.

Denn Apollo 11 hat am 20. Juli 1969 gezeigt, was der Mensch zu leisten vermag. Die Mondmission steht für die Erfüllung eines großen Traumes, für den Idealtypus des Erfindergeistes und für die Neugier des Entdeckers. Der Flug zum Mond kulminiert den Überschwang an Abenteuerlust, er gibt dem Wunsch Ausdruck, Großes zu leisten. Im Grunde symbolisiert dieser wahnwitzige Flug die Sehnsucht des Menschen, das Unbezwingbare zu bezwingen.

Ingenieure und Astronauten haben uns vor Augen geführt, dass der Mensch seinen Gedanken keine Grenzen setzen sollte. Mut im Denken und Wagemut im Handeln - das ist die eigentliche Botschaft, die vor 40 Jahren aus dem Orbit gesendet wurde. All is possible. Dream it and do it!

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