Archive for April, 2009

Beutelratte

Donnerstag, April 30th, 2009

Nein, nicht der Nager. Sondern die “Beutelratte” im übertragenen Sinne. Ein wunderbarer Begriff! Was ist gemeint? Damit umschreiben (more…)

It’s a dog’s life!

Mittwoch, April 29th, 2009

videohunde.jpggefunden in Heidelberg, im April 2009

Wie tief ist unser schönes Deutschland bloß gesunken? In diesem Staat wird ein jeder überwacht und ausspioniert.

Da werden gestresste Kassiererinnen beim Discounter gefilmt. Da wird in den Krankenakten von Arbeitern und Angestellten geschnüffelt.

Da werden kritische Journalisten von der Telekom abgehört. Und dann wird auch noch in den E-Mails der Bundesbahner gestöbert.

Überwachung und Observation an allen Ecken und auf allen Plätzen. Big Brother sieht und hört alles.

Aber nun kommt es noch scheußlicher! Denn vor kurzem bin ich auf einen neuen ekligen Skandal gestoßen.

Selbst vor (more…)

Warum fehlen die Anzeigen?

Dienstag, April 28th, 2009

In Zeitungen und Zeitschriften findet man heute weniger Anzeigen als noch vor Monaten. Ursache hierfür ist - wie bei so vielem in diesen Tagen - die Wirtschaftskrise. Die Unternehmen der Automobilindustrie, der Finanzdienstleistungen und der Konsumgüterindustrie fahren ihre Spendings merkbar herunter. Warum leiden gerade Printobjekte so stark unter diesen Etatkürzungen?

Im Medien-Mix kommt jeder Gattung eine spezielle Aufgabe zu. Anzeigen in Zeitschriften beispielsweise dienen insbesondere (more…)

Was lernen?

Montag, April 27th, 2009

Lieber viel von wenig? Oder (more…)

Fotokiste: Machito

Sonntag, April 26th, 2009

El gran musico Machito de Nueva York

Noch heute hallen die Ohrwürmer jener Jahre nach, das Oye, como va des Timbalisten Tito Puente, Watermelon man gespielt von dem Perkussionisten Mongo Santamaria oder die Ballade von Pedro Navaja, die Ruben Blades zum Besten gibt.

Mit ihrer scharfen Sauce aus viel Rhythmus, südamerikanischer Melodik, ausschweifenden Improvisationen und swingendem Unterbau gelingt es den Salsa-Königen aus Cuba, Puerto Rico oder der Bronx musikalisch die halbe Welt zu betören. La Sonora Matancera, Monguito, Celia Cruz, Willie Colón oder Ray Barretto, die alten Knaben vom Buena Vista Social Club, das ist Musik, vital und explosiv, wie sie manch junger Rapper nicht hinkriegt.

Angefangen hat das ganze in den 50er Jahren mit einem kleinen, runden und lustigen (more…)

Wirtschaftskrise: Die Rückkehr des Patriarchen

Samstag, April 25th, 2009

In der Krise rufen alle nach dem Staat. Selbst der ärgste Neoliberale. Die von Insolvenz bedrohten Firmen eh. Der Staat möge es richten, die Kanzlerin helfen oder der Investor aus dem Morgenland Geld zuschießen.

Angela Merkel darf Opel nicht sterben lassen, so liest man in diesen Tagen auf den Schildern der Opelanern. Was mir eigentlich als merkwürdige Sicht der Dinge vorkommt, denn der Markt - und nicht ein Politiker - entscheidet über Wohl und Wehe einer Firma.

Doch beinhaltet dieser Ruf nach dem Retter zugleich den Ruf nach dem Pater, dem Vater, der uns aus der Not befreien möge. Dieses Verlangen nach (more…)

Das wäre gute Sozialpolitik!

Freitag, April 24th, 2009

Nicht alimentieren, sondern (more…)

Logik, Baby, Logik

Donnerstag, April 23rd, 2009

hotelzimmer.jpggefunden in Heidelberg, im April 2009

Das Hirn beim Menschen besteht im Grunde aus einem einfachen klebrigen Klumpen. Da bilde ich keine Ausnahme.

Mein Hirn und ich, wir mögen keine allzu komplizierten Sachen. Insbesondere, wenn wir beide spät abends abgespannt sind und ins Bett wollen.

Wenn ich erschöpfter Gast in einem guten Hotel bin, mag ich schon gar keinen Denksport. Zu Hause kenne ich jede Steckdose beim Vornamen, doch im Hotel bewege ich mich auf fremden Terrain.

Und dort im Hotel möchte ich nicht als Suchender wie ein Idiot über die Stockflure irren.

Zimmer 428? Logisch, sagt mein müdes Hirn, vierter Stock, ganz logisch.

Dies ist allerdings eine sehr törichte Schlußfolgerung, logisch, aber töricht. (more…)

F. A. von Hayek

Mittwoch, April 22nd, 2009

Friedrich August von Hayek ist der scharfsinnigste Nationalökonom von allen. Der geistreichste Volkswirt der Moderne. Der Vordenker. Unser Professor. Nobelpreis. Gottvater.

Der Österreicher von Hayek gefiel sich als Liberaler, als ein schroffer Marktradikaler, als Dogmatiker reinsten Wassers. Dem Begriff Soziale Marktwirtschaft beispielsweise stand er zeitlebens kritisch gegenüber. Sozial, das sei doch so ein Wieselwort, meinte er, ein Begriff, der alles und nichts aussage. Was sozial eigentlich heißt, weiß niemand. Wahr ist nur (more…)

Fairness

Dienstag, April 21st, 2009

Was beeinflußt die Entscheidungen von Menschen stärker: wirtschaftlicher Nutzen oder das Gefühl?

Diese Frage beschäftigt Ökonomen schon seit langen und es gibt dazu in der volkswirtschaftlichen Spieltheorie ein Experiment, das in verschiedenen Abwandlungen, aber nach gleichem Grundmuster, an amerikanischen Universitäten seit den 80er Jahren durchgeführt wird. Dieses Experiment kann, wenn Sie zwei Freiwillige finden, leicht nachgespielt werden.

Bei diesem so genannten ultimatum game, dem Ultimatumspiel, bekommt der erste der zwei Mitspieler (more…)