FC Bayern München vs 1899 Hoffenheim 2:1

fcbhoffenheim2.jpgDie 1899 Hoffenheim spielt so, wie Jürgen Klinsmann sich das für den FC Bayern München wohl wünschen würde: kompakte Mannschaft, schnelles Überbrücken des Mittelfeldes, flinke, unberechenbare Stürmer.

Zwei Welten trafen da am Freitagabend in der Münchener Allianz Arena beim Duell des Zweiten gegen den Ersten aufeinander. Hier Trainer Klinsmanns FC Bayern mit dem System Hitzfeld. Starke Abwehr, kontrolliertes Mittelfeld und im Sturm hilft der Liebe Gott.

Dort die Nobodys vom Dorfverein Hoffenheim unter Fussball-Professor Ralf Rangnick. Ein homogener Kader, technische Brillanz, blitzschnelles Spiel mit Ball in die Spitze. Und vor allem sah man Spieler mit der Lust und Leidenschaft des underdog.

168 Fernsehstationen übertrugen weltweit das Match live, dem FCB lagen 150.000 Kartenanfragen vor. Ein sehenswertes Spitzenspiel mit guten Einzelleistungen auf beiden Seiten. Lucio und Philipp Lahm bei Bayern, Andreas Beck und Tobias Weis bei Hoffenheim. Die Hoffenheimer waren allerdings nicht clever und abgebrüht genug, ihre 1 zu 0 Führung zu halten oder gar über die Zeit zu retten.

Letztlich hat dieses packende Spiel einen glücklichen und vielleicht auch ungerechten Sieger gesehen, aber nach Gerechtigkeit sollte man im Fussballl besser nicht fragen. Zurück bleibt beim Besucher die Erkenntnis, dass man in diesem Showdown den Meister des Jahres 2009 gesehen hat. Es bleibt nur abzuwarten, ob es die Roten oder die Blauen sein werden.