Die Grundlage des Wirtschaftens: Vertrauen

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In God we trust steht mitten auf den amerikanischen Dollarnoten. In Gott hegen wir Vertrauen. Ein schöner Satz. Und ein wunderbares Wort. Trust. Vertrauen. In den USA ist ein Trustee auch ein Treuhänder. In Deutschland geben wir ein Gut zu treuen Händen. Vertrauen hat viel mit Wirtschaft zu tun. Vielleicht ist Vertrauen – auch wenn dies keine volkswirtschaftliche Kategorie ist – sogar die Grundlage allen Wirtschaftens.

Unser Geldverkehr mittels bedruckten Papiers funktioniert ja nur, weil wir Vertrauen in die Deckung der Papierscheine haben. Auch vertrauen wir, dass Verträge und Regeln im Wirtschaftsleben eingehalten werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim Rettungspaket der Finanzkrise gemeint, es gehe um nicht mehr und nicht weniger als um das Vertrauen in die Gesellschaftsordung. Gerade in Krisenzeiten ist Vertrauen eine wichtige Größe.

Vertrauen setzt den Besitz gemeinsamer Werte und Moralvorstellungen voraus. Damit schafft Vertrauen auch immer Einheit und Gemeinsamkeit. Bei wirtschaftlichen Transaktionen wird ohne Vertrauen zwischen Käufer und Verkäufer schwerlich etwas stattfinden. Wenn eine Bank die Bonität eines Kunden prüft, dann bewertet sie eigentlich das Vertrauen, das in ihn als Rückzahler eines Kredits gesetzt wird. Stammt doch der Begriff Kredit von dem lateinischen Verb credere ab, und das heißt glauben.

Ohne Vertrauen kann auch Verkaufen und Marketing letztlich nicht funktionieren. Eine erfolgreiche Marke zeichnet sich insbesondere durch ein hohes Vertrauen beim Käufer aus. Einer guten Marke vertrauen wir.

Vertrauen wirkt als Filter. Ich habe das in meinem Leben immer beherzigt. Geld investiere ich nicht in Anlagen, denen ich nicht vertraue. Auch arbeite ich nicht mit Leuten zusammen, denen ich nicht vertraue. Und damit bin ich immer gut gefahren.