Archive for Oktober, 2008

US-Zeitungen: kleiner, aber feiner

Freitag, Oktober 31st, 2008

Aus den USA erreichen uns interessante Medien-Neuigkeiten (die erfahrungsgemäß mit zwei-, dreijähriger Verspätung auch bei uns durchschlagen): Das Audit Bureau of Circulations vermeldet für das letzte Halbjahr ein deutliches Schrumpfen der Verkaufsauflage der meisten großen amerikanischen Tageszeitungen. Der Miami Herald, der Houston Chronicle oder der Boston Globe, bei der Tagesauflage verlieren sie alle im zweistelligen Prozentbereich.

Das Erstaunliche dabei: Dieser Rückgang ist nicht nur eine rezessive Marktbewegung, er ist von den Verlagshäusern vielmehr (more…)

Die Grundlage des Wirtschaftens: Vertrauen

Donnerstag, Oktober 30th, 2008

buck.jpg

In God we trust steht mitten auf den amerikanischen Dollarnoten. In Gott hegen wir Vertrauen. Ein schöner Satz. Und ein wunderbares Wort. Trust. Vertrauen. In den USA ist ein Trustee auch ein Treuhänder. In Deutschland geben wir ein Gut zu treuen Händen. Vertrauen hat viel mit Wirtschaft zu tun. Vielleicht ist Vertrauen - auch wenn dies keine volkswirtschaftliche Kategorie ist - sogar die Grundlage allen Wirtschaftens.

Unser Geldverkehr mittels bedruckten Papiers funktioniert ja nur, weil wir Vertrauen (more…)

Loben

Mittwoch, Oktober 29th, 2008

Für Vorgesetzte: (more…)

Miles by Werner

Dienstag, Oktober 28th, 2008

Wieder einmal hat der liebe Gott (more…)

Fotokiste: Konrad Kujau

Montag, Oktober 27th, 2008

Konrad Kuja Fälscher der Hitler Tagebücher

Er galt als der spektakulärste Fälscher des 20. Jahrhunderts und alle - fast alle - haben breit gegrinst. Vor allem er, Konrad Kujau, der die halbe Welt zum Narren hielt.

Im April 1983 kündigte das Wochenmagazin stern überraschend an, die Geschichte des Nationalsozialismus müsse neu geschrieben werden. Die Zeitschrift habe die bis dahin unbekannten und verschollenen Tagebücher Adolf Hitlers entdeckt und werde diese nun veröffentlichen. Über seinen Starreporter Gerd Heidemann sei der stern auf abenteuerlichem Weg zu Hitlers Tagebüchern gelangt.

Für viele Millionen hatte der stern 28 Bände mit detailgenauer Schilderung aus dem privaten und politischen Leben (more…)

Kuh-Wirtschaft (XIV)

Sonntag, Oktober 26th, 2008

Ostfriesische Version:

Sie besitzen zwei Kühe. (more…)

Erich Wiedemann: der schwarze Mann vom SPIEGEL

Samstag, Oktober 25th, 2008

wiedemann-blog.jpgMit Genuß und reichlich Erkenntnisgewinn habe ich ihn stets gelesen. Die Reportagen des Afrika-Kenners Erich Wiedemann im SPIEGEL besaßen eine Klasse für sich. Er war so etwas wie das journalistische Frontschwein und die reportierende Wühlmaus des Nachrichtenmagazins. Denn er hielt’s mit der alten, pragmatischen Journalistenregel: Hinfahren, hinschauen, aufschreiben.

Seine Reportagen hoben sich von dem üblichen Sozialgesülze der anderen SPIEGEL-Schreiber wohltuend ab. Er war - neben Wilhelm Bittorf - wohl der packendste Reporter, den das Wochenmagazin je hatte.

Im Osburg Verlag hat Wiedemann, heute im Rentnerstatus, mit seinem Buch Unser Mann in Timbuktu nun einige lesenswerte Erinnerungen aufgeschrieben (more…)

Die wahren Schuldigen der Finanzkrise

Freitag, Oktober 24th, 2008

Gestern hat Bayerns Finanzminister Erwin Huber die politische Verantwortung für das Desaster bei der BayernLB übernommen und auf den Eintritt in das Kabinett Seehofer verzichtet. Die ersten Bankmanager werden verklagt, Boni und Tantiemen müssen zurückgezahlt werden. Der öffentliche Unmut richtet sich seit Wochen gegen die maßlosen Banker und gegen die falsche Beratung vor Ort.

Sicherlich alles schön und gut, jedoch die Schuld für die Finanzkrise einzig auf die Banker abzuladen, scheint zu einfach. Denn wenn man richtig hinschaut, dann ist die Liste der Schuldigen lang.

Da sind zum einen (more…)

ein Land verstehen

Donnerstag, Oktober 23rd, 2008

Um ein Land zu verstehen (more…)

literarische Duellanten

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

kahn.jpgDer gemobbte Kurt Beck hat abgerechnet. Mit seiner SPD, den sogenannten Parteifreunden und den Medien. Wo? In einem Buch.

Auch sein Nachfolger Franz Müntefering lässt seine Sicht der Dinge zwischen zwei Buchdeckel ausrichten. Da will Umweltminister Gabriel nicht nachstehen. Ebenso Bushido, Bohlen, Kahn und sein ICH, der Boris, auch Effenberg.

Sie alle reihen sich in den illustren Reigen der biografischen Schriftsteller ein. Und deren Buch dient wohl nicht zuletzt als eine Rechtfertigung, als Konter auf Angriffe und erlittene Verletzungen.

Ich schreibe ein Buch - das ist sicherlich die stärkste Drohung, mit der sich in diesen Tagen ein Gegner in Angst und Schrecken versetzen lässt (more…)