Nachhaltigkeit bei Daimler

daimler1.jpg

Auf dem Schreibtisch ein Brief der Daimler AG an ihre Lieferanten und Geschäftspartner. Darin erläutert der Stuttgarter Autobauer seine Richtlinien für Nachhaltigkeit. Diese Richtlinien teilen sich auf in drei Themenfelder: Arbeitsbedingungen, Umweltstandards und Business-Ethik.

Bei den Arbeitsbedingungen wird klar Position bezogen und es werden die heiklen Punkte deutlich angesprochen, die bei der Produktion gerade in Entwicklungsländern oft im Argen liegen: Keine Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit, Einhaltung minimaler Sozialstandards und Garantie der Gewerkschaftsfreiheit.

Bei den Umweltstandards werden Materialien und Stoffe ohne jede Gefährdung für Arbeiter und Kunde eingefordert und es wird für eine umweltfreundliche Produktion plädiert.

Business-Ethik wiederum gilt als eine Art code of conduct für alle Daimler-Mitarbeiter und Zulieferer zum Umgang untereinander und gegenüber Dritten: keine Korruption, keine Vorteilsnahme, keine Diskriminierung im Personalbereich.

daimler2-blog.jpgDer Tenor des Briefes ist unmissverständlich: Wir fordern Sie als direkten Lieferanten unseres Hauses daher ausdrücklich auf, die Richtlinien in der Zulieferkette zu kommunizieren und die Einhaltung der Standards einzufordern.

Eigentlich selbstverständlich, dass man auf allen Stufen der Wertschöpfung die Beachtung der Menschen- und Arbeitnehmerrechte, einen vorsorgenden Umweltschutz und die unternehmerische Integrität im Auge behält. Aber ein Blick in die Presse zeigt ja, dass Sündenfälle à la Siemens in Deutschland oft gelebte Praxis waren.

Deshalb scheint es löblich, wenn ein Global Player und ein deutsches Vorzeige-Unternehmen knallhart Stellung bezieht. Nicht nur wegen eines wie auch immer gearteten Gutmenschentums. Sondern auch aus wirtschaftlicher Raison. Denn Nachhaltigkeit und Rechtschaffenheit bilden langfristige strategische Erfolgsfaktoren. Bei Daimler, seinen Zulieferern und in der Gesamtwirtschaft.