Energy Costs will kill the Print Industry

Langsam hört es auf, lustig zu sein: Die rasant steigenden Energiekosten versetzen den eh schon angezählten Printprodukten einen weiteren Tiefschlag. Denn in puncto Energie befinden sich Bücher, Zeitschriften und Zeitungen in einer fatalen Zangenbewegung: Auf der einen Seite üben sich die Käufer vornehm in Zurückhaltung, um ihre höheren Kosten für Heizung und Strom auszugleichen.

Auf der anderen Seite kämpfen auch die Anbieter heftig mit den explodierenden Energiekosten. Und vor allem die Printprodukte kommen betriebswirtschaftlich kräftig ins Schleudern. Denn es steigen nicht nur die Herstellkosten durch die energie-intensive Papiergewinnung, sondern auch andere Kosten, die sich in den letzten Jahren als relativ stabil erwiesen haben.

So lassen Benzin und Maut die Kosten der Spediteure nach oben schnellen, der gesamte Handel mit seinen Flächen muss sich auf spürbar höhere Nebenkosten einstellen. Die ganze Wertschöpfungskette wird gebeutelt: Bei Papiermühlen, Druckereien, Verlagen, im Handel und beim Käufer erfährt die Kostenseite eine starke Belastung. Darunter leiden vor allem Zeitungen, Zeitschriften und Bücher.

Übrigens, dem Internet können die hohen Energiekosten nur wenig anhaben. Keine steigenden Rohstoffkosten, keine LKWs, die durch Deutschland brausen, keine zu heizende Verkaufsfläche. Die Explosion der Energiekosten wird die Migration von Print ins Netz noch beschleunigen.