chinesische Hasen

gefunden im Mai 2008 in Weilheim/Obb.
Unsereins hat sich ja so eine nette Gastro-Sprache angewöhnt. Wenn wir beispielsweise sagen, heute gehen wir mal zum Italiener, dann versteht das jeder. Oder wenn einer meint, der Grieche gestern sei gar nicht gut gewesen, so weiß jeder, dass dieser Grieche kein Mann ist, sondern ein Restaurant.
Wie aber bezeichnen wir eine Lokalität, wie das Asako in Weilheim? Liebling, lass uns zum Japano-Chinesen gehen? Oder: Ich bin ein Freund der chino-japanischen Küche? Das kommt uns reichlich schwer über die Lippen.
Man sollte wissen, dass die japanische und chinesische Küche sich stark von einander abheben. Die einen setzen vorwiegend auf Fisch, die anderen auf Geflügel. Die einen mögen eine Suppe lieber vor dem Hauptgang, die anderen eher danach.
Wie auch immer. Mit uns Europäern kann man es ja machen. Japan? China? Hauptsache Asien! Würde man in Zhengzhou oder Xingtai ein dänisch-portugiesisches Restaurant eröffnen, währscheinlich hätten die Chinesen dort auch ihre Freude dran.
Ich brauche nicht zu betonen, dass uns das Asako noch nicht von innen gesehen hat. Wichtig ist - ob Beruf, Hobby oder Wirtschaft - sich zu konzentrieren. Focussing sagen die Amerikaner dazu. Scharfes Profil.
Wenn man zwei Hasen nachläuft, fängt man keinen. Japanisch-chinesisches Sprichwort, äh, Verzeihung, nur chinesisches Sprichwort.