Eier- oder Querkopf?

porsche2.jpgEine treffende neue Anzeigenkampagne für den Porsche Cayman. An welche Klassenkameraden erinnern Sie sich noch: An die Eierköpfe oder die Querköpfe? Kommen die Streber oder die Aufmüpfigen im Leben weiter? Wer wird Cayman-Fahrer und kriegt die besten Mädels, der Angepasste oder der Rebell?

Als Schüler hatte ich das Vergnügen, zwei höchst unterschiedliche Gymnasien zu besuchen. Zunächst eine hessische Schule im Rheingau, die von dem 68er Bazillus des Kultusministers Ludwig von Friedeburg befallen war. Hier wurde viel palavert und wenig gelernt. Anschließend ein Gymnasium im erzkonservativen Rheinland-Pfalz mit gutem Namen, wo Disziplin herrschte und auf Wissensvermittlung höchsten Wert gelegt wurde.

Dem roten hessischen Jahrgang sind ein prima Jazzmusiker entsprungen, ein Design-Professor, der viele Jahre das FAZ-Magazin entworfen hat, ein bekannter Sportreporter beim ZDF. Unter den Ehemaligen der konservativen Schule sucht man vergebens nach Exzeptionellem: ein paar Lehrer, öffentlicher Dienst, Computer. Solider Mittelstand, sicherlich, aber nichts Aufregendes.

Das alles erinnert mich an eine Geschichte, die der Fußballtrainer Max Merkel gerne erzählt hat: Eines Tages habe er die bekannten Trinker seiner Mannschaft gegen die Abstinenzler im Trainingsspiel antreten lassen. Die Säufer gewannen mit 5 zu 3 Toren. Seitdem pflegte Merkel zu den Trinkern zu sagen: „Dann sauft’s halt weiter.“

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