Warum schlafen die deutschen Unis?

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Post von der Universität Innsbruck. Das MCI, das Management Center Innsbruck der dortigen Uni lädt ein zum Open House. Erst 1996 gegründet, hat sich das MCI in kurzer Zeit zu einer festen Größe in der europäischen Studienlandschaft entwickelt. Angeboten werden in Innsbruck graduale, nongraduale und postgraduale Studiengänge.

Mehr als 2.000 Studierende schätzen nicht nur die gute Luft der Alpen, sondern auch ein innovatives Studienangebot von Entrepreneurship über Nonprofit-Management bis hin zur Biotechnologie. Der Blickwinkel der Österreicher ist global mit zahlreichen internationalen Dozenten und Partnerhochschulen in Übersee.

Da stellt sich zwangsläufig die Frage, warum die deutschen Universitäten so schlafmützig aufgestellt sind und sich nicht öffnen. Wo ist die deutsche Uni von Rang, die executive Studiengänge anbietet? Welche Spitzen-Hochschule konzentriert sich auf berufsbegleitende Management-Lehrgänge? Wo in Deutschland findet man an Universitäten offene Seminare und Firmentrainings?

Diesen Trend der eigentlich selbstverständlichen Vernetzung von akademischer Lehre und Berufswelt haben US-Universitäten schon vor mehr als einem halben Jahrhundert erkannt, nur hier in Deutschland ist da immer noch tote Hose. Das akademische Niveau der Amerikaner kann dann auch nicht mehr aufgeholt werden: internationale Orientierung, kleine Studiengruppen, praxisorientierte Didaktik, erstklassige Infrastruktur, üppiges Finanzpolster.

Die deutschen Staats-Unis haben immer eine Distanz zur Berufs- und Firmenwelt kultiviert, sie haben letztlich eindimensional gelehrt und geforscht. Das Ergebnis bleibt erschreckend: Deutsche Universitäten sind im internationalen Vergleich nur zweit- oder drittklassig. Tröstend, dass sich kleine, wendige Unis wie jene in Innsbruck finden lassen. Warum kriege ich keine Post von deutschen Hochschulen?

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