Eine Idee und ein Laptop

In den alten Tagen, da war es nicht gerade einfach, ein Unternehmen zu gründen. Man mußte eine riesige Fabrik bauen, ein Verwaltungsgebäude hinstellen, Mitarbeiter anstellen, zu tausend Ämtern laufen und vor allem brauchte man eines: Geld, viel Geld.

Das mit dem Geld hing vornehmlich mit der Exklusivität von Know-how zusammen. Wer die Backrezeptur für cremigen Kuchen kannte, den sichersten Handelsweg auf der Seidenstrasse, die Formel, wie man synthetischen Schmierstoff gewinnt, wer die besten Dienstleister besaß – wer all die Kniffe und Geheimnisse des Wirtschaftens kannte, der war klar im Vorteil.

Und deshalb wurden hohe Trutzburgen um Patente, Branchen, Fertigungstechniken, Absatzwege und Vermarktungsgeheimnisse gebaut. Wissen war Macht. Wer Wissen und Geld hatte, der war erfolgreich. All das gilt heute nicht mehr.

Exklusives Know-how existiert nicht mehr. Alles ist zukaufbar, erwerbbar und standardisiert. Wo man früher eine Herrschar von Experten beschäftigte, die über einen Sachverhalt wochenlang brüteten, da genügt heute ein Klick im Internet, das sofort eine Lösung anbietet. Und irgendwo auf diesem Globus, da wartet auf den Engpaß schon die Information, die Hilfe, das Vorbild.

Wir leben in einer wunderbaren Zeit. Für die erfolgreiche Gründung eines Unternehmens brauchen Sie heute nur zwei Dinge: eine Idee und einen Laptop. Das Wirtschaften hat sich vom Geld gelöst und demokratisiert.

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